3 Learnings aus Insights für mehr Erfolg auf Instagram

3 Learnings aus Insights für mehr Erfolg auf Instagram

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Social Media Marketing

Was ist Instagram Insights und wie kann ich es nutzen?

Das kostenlose Analysetool ist für alle Business-Konten auf Instagram frei verfügbar. Wenn man bis zum aktuellen Zeitpunkt noch kein Business-Profil besitzt, kann man das Profil einfach und kostenlos in den App-Einstellungen anpassen. Die Daten werden jedoch erst ab der Umstellung erfasst. Für Beiträge vor der Umstellung sind keine Metriken verfügbar.

Der Zugriff auf Insights kann direkt über die App erfolgen und ist seit kurzem auch auf Desktop-Geräten über das Facebook Creator Studio möglich. Insights sind sowohl für bezahlte als auch für organische Posts ersichtlich.

Die Übersichtlichkeit des Tools ist einerseits hilfreich, da es einen schnellen Überblick über die wichtigsten Metriken liefert. Der Nachteil dabei ist, dass der Funktionsumfang vergleichsweise gering ist und in vielen Statistiken lediglich ein Zeitraum über die letzten sieben Tage betrachtet wird.

Es gibt drei unterschiedliche Bereiche über die Insights in der App aufgerufen werden können:

  • Über das Profil: Im Profil oben rechts das Menü (≡) wählen und auf Insights klicken.
  • Über einzelne Beiträge: Zu einem Beitrag navigieren und unter dem Bild „Insights ansehen“ klicken
  • Über die Story: Eine Story aufzurufen und nach oben swipen, um zu Insights zu gelangen.
     

Folgende Dinge kann man aus den Daten lernen und dafür nutzen, den eigenen Instagram-Kanal erfolgreicher zu machen:


Learning 1: Wer sind meine Follower?

Bestimmt hat sich der ein oder andere schon Gedanken darüber gemacht, welche Zielgruppe er mit den Beiträgen erreichen möchte und richtet seine Inhalte entsprechend danach aus. Mithilfe der Zielgruppen-Statistiken im Profil, lassen sich soziodemographische Daten wie Alter, Geschlecht und Herkunft der Follower genauer auswerten und die Inhalte gegebenenfalls anpassen, sodass sie für die Zielgruppe relevanter werden.

Rechts neben jeder Abschnittsüberschrift lässt sich die Darstellung anpassen. Standorte können beispielsweise als Stadt oder Land angezeigt werden. Mit Klick auf die Balken werden die prozentualen Verteilungen ersichtlich.

Die Aktivitätsanzeige („Abonnenten“) zeigt, wann Follower auf Instagram aktiv sind und hilft zu entscheiden, zu welcher Zeit Beiträge am besten zu posten sind. Gegebenenfalls ist es hilfreich, Beiträge mit Planungs-Tools im Voraus zu planen, sodass diese automatisch zu einer bestimmten Zeit gepostet werden.

Diese Planungstools für Instagram sind einen Blick wert:

Learning 2: Wie entwickelt sich meine Instagram-Seite?

Beim Auswerten von Insights auf Profilebene spielt vor allem der Vergleich zur Vorwoche eine Rolle. Auffällig positive oder negative Veränderungen sollten auf Beitragsebene genauer analysiert werden.

Im Reiter „Zielgruppe“ kann man sehen, wie viele Follower pro Tag und im Vergleich zur Vorwoche dazugewonnen oder verloren wurden.

Informationen darüber, wie viele Personen in der Woche erreicht wurden und wie viele Interaktionen die Beiträge erzielt haben, sieht man im Reiter „Aktivität“. Auch hier zeigt die App mit Klick auf die Balken die dazugehörigen Metriken an.

Zum besseren Verständnis haben wir noch einmal die wichtigsten Kennzahlen zusammengefasst:

  • Impressionen

So häufig wurden Beiträge in den vergangenen sieben Tagen angesehen. Hierbei wird auch mehrfaches Ansehen als jeweils einzelne Impression gezählt.

  • Reichweite

Die Anzahl der Follower, die Beiträge in den letzten sieben Tagen gesehen hat. Mehrfaches Ansehen eines Beitrags wird nicht erfasst.

  • Interaktionen

Alle Handlungen, die von Nutzern in den vergangenen sieben Tagen auf dem Profil getätigt wurden. Hierzu zählen Profilaufrufe und Webseitenklicks. Nicht dazu zählen Interaktionen mit Beiträgen wie Likes und Kommentare.

Wichtig zu beachten: Gesamt-Reichweite und -Impressionen hängen nicht nur von der Relevanz der Inhalte, sondern auch von anderen Faktoren ab, beispielsweise von der Anzahl der wöchentlichen Beiträge.

Learning 3: Welche Inhalte kommen gut an?

Sowohl einzelne Beiträge im Feed als auch in der Story können im Reiter „Content“ umfassender ausgewertet werden. Mit einem Klick auf „Alle ansehen“ ist für jede Kategorie sogar die Auswertung über längere Zeiträume und nach bestimmten Kriterien möglich.

Da die Reichweite von Beiträgen auch von der Anzahl der Follower abhängt, macht es Sinn, zeitlich möglichst nah beieinanderliegende Beiträge zu vergleichen. Den Fokus der Analyse kann man hierbei auf Posts setzen, die besonders gut bzw. besonders schlecht angekommen sind. Bei diesen Beiträgen sollte dann nicht nur der Inhalt, sondern auch Posting-Zeitpunkt, verwendete Hashtags und Verlinkungen von Orten und Personen analysiert werden. All diese Faktoren können Einfluss auf den Erfolg der Beiträge haben.

Bewertung der Content-Qualität

Um die Qualität des Inhalts bewerten zu können, bietet es sich an eine Engagement-Rate zu ermitteln. Die Engagement-Rate bezeichnet den Anteil der Nutzer an der Gesamtreichweite, der mit dem Beitrag in jeglicher Art interagiert hat. Hierbei sind mit Interaktionen auch Likes und Kommentare gemeint. Grundsätzlich kann man die Engagement-Rate wie folgt berechnen:

Engagement Rate (ER) = Interaktionen / Reichweite

Der Beitrag in unserem Beispiel hätte also eine Like-Rate von 20% und eine Comment-Rate von 1%. Die Metriken einzelner Beiträge kann man wiederum miteinander vergleichen.

Wie erreiche ich meine Nutzer?

Detaillierte Insights zu den einzelnen Beiträgen zeigen, über welche Quelle Nutzer auf den Beitrag gelangen:

  • Von der Startseite: Der Beitrag wurde im Feed der Nutzer angezeigt.
  • Vom Profil: Die Nutzer haben das Profil angesehen und auf den Beitrag navigiert.
  • Von Hashtags: Die Nutzer haben nach einem im Beitrag verwendeten Hashtag gesucht.
  • Von Explore: Der Beitrag wurde im Explore Bereich der Nutzer angezeigt (Lupe am unteren Bildschirmrand in der App).
  • Von sonstigen Quellen:  Der Beitrag wurde den Nutzern z.B. durch das Teilen in privaten Nachrichten, in Beitragsbenachrichtigungen, in gespeicherten Beiträgen oder in den Verlinkungen im Profil angezeigt.

Ein besonderes Augenmerk sollte hierbei auf die Impressionen durch Hashtags gelegt werden, da diese gezielt beeinflusst werden können. Das Setzen von Hashtags im Beitrag kann nicht nur die Reichweite sondern auch die Followerzahlen erhöhen. Nutzer, die sich für die Themen der Beiträge interessieren, werden so auf das Profil aufmerksam.

Story-Insights

Die Insights von Stories sind für die Länge der Veröffentlichung (24 Stunden) über die Swipe-Up Funktion in der Story und bis zu 14 Tage nach Veröffentlichung in den Insights über das Profil ersichtlich. Wenn man Statistiken über einen längeren Zeitraum zurückverfolgen möchte, muss man die Story als „Highlight“ speichern. So können auch bereits archivierte Stories ab dem Erstellungszeitpunkt des Business-Accounts ausgewertet werden.

Auch Insights für Stories liefern Informationen zu Reichweite, Impressionen und Interaktionen mit dem Beitrag. Zudem wird im Detail angezeigt, wie viele Personen beim Ansehen der Story durch Wischen zur nächsten Story gewechselt haben. Dies sollte man im Auge behalten, da es ein Zeichen dafür sein kann, dass der gezeigte Content für die Nutzer nicht relevant war.


Auswertung von bezahltem Content

Sobald ein Beitrag über die „Hervorheben“-Funktion geteilt wurde, verändert sich die Insights-Ansicht für diesem Beitrag. Zusätzlich zu den Standard-Auswertungen sind im Reiter „Promotion“ nun Informationen zu Reichweite, Impressionen, Interaktionen sowie Insights zur Zielgruppe und Ausgaben der bezahlten Anzeige ersichtlich.

>> Wie Sie Instagram-Anzeigen erstellen, erfahren Sie in unserem Blogpost zu Instagram-Werbung. <<


Fazit

Trotz seines beschränkten Funktionsumfangs liefert das kostenlose Analysetool von Instagram hilfreiche Metriken zur Erfolgsmessung. Mit dem richtigen Verständnis für die Daten, kann das Tool dabei helfen, mehr Personen aus der Zielgruppe zu erreichen und die Relevanz des Contents zu erhöhen.